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Südtirols Wirtschaft Quo Vadis?

Das Ende einer Sackgasse oder der Aufbruch in neue Zeiten?

Podium IMG 3546w

Ein Thema, das uns alle angeht, ein Kreis promineneter Gespächsopartner und ein zahlreich erschienenes Publikum - damit waren am Donnerstag, 5. Februar alle Voraussetzungen erfüllt für einen spannenden Diskussionsabend, zu dem der Kiwanis-Club Bozen ins Pastoralzentrum eingeladen hatte.

  

Präsident Klaus Egger, der auch als Moderator fungierte, konnte als Gäste begrüßen:

•   Arno Kompatscher, Landeshauptmann

•   Tony Tschenett, ASGB-Vorsitzender

•   Walter Steinmair, Wirtschaftswissenschaftler

•   Günther Reifer, Unternehmensberater

•   Michl Seeber, Geschäftsführer Leitner AG 

 

 Gleich zu Beginn ging es um die Wutbürger, deren es nach Meinung einiger Gäste zu wenige, nach der Meinung der anderen zu viele gibt. Auch die Frage nach Sinn und Nutzen der direkten Demokratie wurde unterschiedliczh beantwortet, manche meinten, die Zeit sein noch nicht reif dafür ("Partizipation muss gelernt werden"), der Landeshauptmann hält viel von der Einbeziehung von Experten bei wichtigen Entscheidungen.

In Bezug auf die Wirtschaft soll die Politik das Fundament und den Nährboden für wirtschaftliche Leistung schaffen. Wertvoll wäre die politische Unterstützung bei großen internationalen Vorhaben, was in Südtirol aufgrund seiner Größe nur sehr schwer möglich ist.

Ziel der Ökonomie soll jedenfalls das Gemeinwohl bzw. die Wohlfahrt der Bürger sein, wobei auch Aspekte wie Ökologie und soziale Gerechtigkeit eine große Rolle spielen sollen.

Nachdenklich stimmte die Frage nach dem Wachstum: ist es in Zukunft möglich? Man war teilweise der Auffassung, dass man auch mit Nullwachstum zurecht kommen müsse: inflationsbereinigt sind auch die vergangenen Wachstumsjahre nicht so berauschend, sondern eher einem Nullwachstum nahe.

Die angestrebte Steuerautonomie würde für den Standort Südtirol eine große Chance bieten; die Massnahmen zur steuerlichen Entlastung der Unternehmen wurden allgemein als positiv empfunden.

Der Bürokratieabbau - ein enormes Unterfangen - wurde auch mehrheitlich als wichtige Massnahme gesehen, ebenso die Fähigkeit, schnell auf neue Ramenbedingungen und Herausforderungen reagieren zu können.

Überraschend waren auch die Antworten auf die letzte Frage: wer mit wem auf dem Podium ein Unternehmen gründen würde. So kam es z.B. zu einem spontanen Schulterschluss zwischen Gewerkschaft (Tony Tschenett) und Unternehmern (Michl Seeber): traditionelle Feindbilder scheinen einer konstruktiven Zusammenschau gewichen zu sein, wo jede Seite die Anliegen der anderen respektiert und gemeinsam auf das Ziel, die Wohlfahrt der Mitarbeiter und Mitbürger hinarbeitet.

Ein anregender Abend, gekonnt moderiert von Klaus Egger.

Gelesen 80838 mal Letzte Änderung am Sonntag, 13 Dezember 2015 14:16