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Im Teufelskreis überholter politischer Systemlogik

  museion   P1100795

Der Kiwanis Club Bozen hat einem Gesprächs-Abend am Freitag, den 26.Februar 2016, mit DI Franz Fischler verbracht:

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Der frühere EU- Kommissar und jetzt Präsident des Forums Alpbach spricht über das "Burn Out von Systemen, im Teufelskreis überholter politischer Systemlogik", mit anschließendem Dialog mit dem Publikum. Es moderiert Klaus Egger.

 

http://www.raibz.rai.it/de/index.php (Mediathek> Tagesschau vom 26.02.)

 

"Wie ökonomischer Universalismus und politischer Sachzwang uns und unsere Zivilisation zugrunde richten können, und was man dagegen tun kann"

 

Es ist nicht nur falsches, ungenügendes und zu spätes politisches Handeln, das für viele Fehlentwicklungen unserer Zeit verantwortlich ist, sondern es sind genauso auch viele überholte wissenschaftliche Theorien und Konzepte, die – durch die Politik instrumentalisiert – besonders großen Schaden anrichten. Es kann aber jetzt nicht nur darum gehen Anamnese zu betreiben, sondern es muss die Frage nach zukunftsträchtigen politischen Konzeptionen im Zentrum stehen.

  Franz Fischler SWZ   Rai 26.02. FF 17h

„Franz Fischler, ein Europäer mit Herz, Hirn und Hand.“ Seit März 2012 ist Franz Fischler Präsident des Europäischen Forums Alpbach (EFA).

 

Franz Fischler erlangte als EU-Kommissar breite Bekanntheit und großen Respekt. Der Europäer aus Überzeugung versucht nach wie vor dazu beizutragen, die EU auf Erfolgskurs zu halten. Er steht für gegenseitiges Verständnis unter den Mitgliedsstaaten und bewahrte sich seit jeher einen klaren Blick für die Probleme und Sorgen der Union und ihrer BürgerInnen.

 

Wenn aber die Unterschiede zu groß werden, ist die Gefahr gegeben, dass es Abspaltungstendenzen gibt, dass die EU auseinander fliegen könnte!" Ein Schlüsselelement zum Erfolg des „Projektes Europa“ ist seiner Ansicht nach der fortgesetzte Dialog.

 F.Fischler2 P1100833

Wie ökonomischer Universalismus und politischer Sachzwang uns und unsere Zivilisation zugrunde richten können, und was man dagegen tun kann

 

 Die Zyklen unserer Lebens- und Geschäftsumwelt unterliegen einer steten Beschleunigung. Der Druck der Wellen weltweiter Veränderungen und Krisen nimmt deshalb progressiv zu. Daraus entwickelt sich stetig höherer Leistungsdruck. Psychosomatische Reaktionen sind die Folge und sie verstärken sich zu einem Krankheits- Syndrom.

 

Das Vertrauen in die Lösungsfähigkeit der Führung in der Politik und Wirtschaft schwindet

 

Aber auch unsere Gesellschafts- und Wirtschafts- Systeme unterliegen dem gleichen Syndrom, wie der einzelne Mensch. Sie sind ebenso Organismen in der Gesamtheit des Zusammenlebens. Deshalb können wir sie nicht mehr allein nach rein ökonomischen Maßstäben werten.

 

Die Zahl der persönlichen und die Zahl der systemischen Burnouts ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Die wichtigste Frage dazu ist, warum sie ausschließlich in hochentwickelten Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen auftritt. Haben wir keine Abwehrkräfte mehr, um uns die innere Freiheit zu bewahren? Hat der Pragmatismus unser psychisches Immunsystem so verändert, daß wir keine Antikörper entwickeln und nicht mehr „nein“ sage können? Die Abwärtsspirale: „immer etwas zu wenig und immer etwas zu spät“ deutet auf diese Immunschwäche.   Die Politik wäre hier gefordert, Gesellschaftsmodelle auf ihre Zukunftstauglichkeit zu prüfen.

 

Die heutige Politik ist im Übermaß reaktiv: sie reagiert auf Meinungsumfragen und Trendanalysen; durchaus positive Eigenheiten der Demokratie, sofern sich die Politik darin erschöpft, bei der nächsten Umfrage weitere und bessere Ergebnisse zu erzielen. Solche Art ist der Nährboden des derzeitigen National-Populismus, nämlich den Leuten nach dem Mund reden, ohne an Konsequenzen oder gar an Nachhaltigkeit zu denken.

FFischler Dolomiten

 

Ein idealer Lösungsansatz wäre ein subsidiäres System, bei dem eine Ebene alles macht, zu dem sie noch gut imstande ist. Der Vorteil ist die Nähe zu den Menschen, sinnvoll im Bereich der Mittel-Verwaltung. Die darüberliegende Ebne dient, Kräfte zu vereinen oder Mehrgleisigkeit zu vermeiden; sinnvoll im Bereich der Regulierung und Normen.

Gelesen 13334 mal Letzte Änderung am Sonntag, 28 Februar 2016 12:22