Der Club beschließt ein erfolgreiches Jahr Die 7. Kultur- und Weinreise der Kiwaner Kiwanis- Wein & Kulturreise im Nonstal Kiwanis- Wein & Kulturreise im Welsch-Tirol Wanderglocke aus St. Gallen Jugendorchester „il mosaico“, Wattwil / St. Gallen,

Kalender der Aktivitäten des KC Bozen

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Kiwanis- Wein & Kulturreise im Welsch-Tirol

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Kiwanis- Wein & Kulturreise im Welsch-Tirol

Heuer zum 7. Mal organisierte der Kiwanis-Club Bozen für Freunde des Distrikts Schweiz-Liechtenstein-Südtirol eine Reise zu markanten Punkten des Landes südlich vom Brenner, um sich mit den Höhepunkten der Kultur und des Weins vertrauter zu machen. Diesmal waren es wieder rund 80 Teilnehmer aus der Schweiz.

 

Geschichte des Landes und der gefürsteten Grafschaft 

Die Ära zwischen 450 v. Chr. und der Invasion der Römer wird als La-Tène-Zeit bezeichnet. In den Gebieten rund um Tirol drangen die Kelten ein. Die Urbevölkerung hatte sich mit den Römern vermischt, aus ihnen sind die Rätoromanen entstanden. In manchen Gebieten konnte sich das Rätoromanische halten, so in Teilen der Schweiz und in den Dolomiten als Ladinisch.

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Der Süden Tirols spielte als Durchgangsland für germanische  

Völkerwanderung. Im Süden des Landes zogen sich die besiegten Goten zurück. Hernach gelangten die Langobarden von Osten her nach Italien. Ihr Königreich reichte von der Lombardei bis in die Gegend von Bozen. Sie trafen auf die aus dem Norden eindringenden Franken. Im 6. Jh. wird von einer Auseinandersetzung von Langobarden und Franken bei Salurn berichtet.  

Eine Geschichte erzählt von der friedlichen Beilegung des Grenzstreits zwischen dem fränkisch-bayrischen Norden und dem langobardischen Süden durch Theodelinde, der Tochter eines Bayernfürsten und einer Langobarden-fürstin. Bis ins Spätmittelalter gab es eine Zollsation, zwischen Mezzolombardo und Mezzocorona., wo die Maut ½ langobardischen Dukaten und ½ bayrischen Kreuzer (Krone) betrug.

 

Bistum und Hochstift Trient

Als erster Bischof ist im 4. jh. Abundantius als Teilnehmer einer von Kaiser in Aquileia einberufenen Synode nachweisbar. Seit dem 10. Jh. gehörte das Bistum zum Heiligen Römischen Reich.

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 Anfang des 11. Jh. entstand durch Übertragung der Grafschaft Trient, der Grafschaft Bozen und der Grafschaft Vinschgau das geistliche Fürstentum Hochstift Trient, mit dem der Bischof auch die weltliche Gewalt über die umliegende Region erhielt.  

Ab dem 14.Jh. sicherten sich die Habsburger dieses Amt mit der Übernahme der Grafschaft Tirol. Im 16. Jahrhundert war die Diözese Schauplatz des Konzils von Trient. Bis ins 18. Jh. war die Diözese Trient Teil der Kirchenprovinz Aquileia, dann der von Görz.  

 

Bischof Friedrich von Wangen, der Rührige

Ende 12.Jh. scheint er als Dekan von Brixen auf. Als Fürstbischof erwarb Burgen, vergab Lehen und legte seine Rechte in der Stadt Trient und im Umland fest. Er ordnete das Bergregal des Bistums neu, das zu den ältesten im Reich zählte und mit dem er den Silberabbau am Monte Calisio bei Trient regelte. Mit diesen Einnahmen finanzierte Friedrich auch seine rege Tätigkeit als Bauherr in Trient.

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 In seine Amtszeit fiel die Besiedlung entlegener Gebiete im Hochstift Trient durch den Zuzug deutschsprachiger Siedler, die das Land urbar machen sollten, wie die bereits unter Konrad II. begonnene Ansiedlung deutscher Knappen für die Silberbergwerke. 

Auf die Bitte Papst Honorius III. machte er sich auf den Weg, um am Fünften Kreuzzug teilzunehmen und fand im November 1218 in Akkon in Galiläa auf unbekannte Weise den Tod.

 

Die deutsche Gemeinde in Trient

In der Zeit des Konzils ist belegt, daß eine Hälfte der Einwohner der Stadt Trient deutsch und die andere italienisch sprach. Die deutschsprachige Gemeinde wohnte hauptsächlich im Stadtteil zwischen der Via San Pietro und den anliegenden Straßen: Via del Suffragio, Via San Marco und den Gassen, die zum Flusshafen der Etsch führten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verlief der Fluss entlang der heutigen Via Torre Verde und Via Torre Vanga. In ihrer Nähe befand sich auch das von den Patern des Deutschen Ordens geführte Hospiz.

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und der Sitz der bedeutenden "Hauerbruderschaft". Dieser Verband entstand im Mittelalter als Gilde der Bergleute, die in den Silberbergwerken des Monte Calisio arbeiteten. Nach dem allmählichen Rückgang der Bergbautätigkeit wandte sich die Bruderschaft sowohl der Wohlfahrt, als auch kulturellen Aufgaben zu.

Der deutschen Gemeinde gehörten außerdem zahlreiche Adelige, Offiziere, Soldaten und Beamte im Dienste des Fürstbischofs sowie viele Handwerker und Kaufleute an. ln der Stadt befanden sich an die fünfzehn deutschen Gasthäuser, "Contrada delle Osterie Tedesche“.

 

Die deutsche Gemeinde war keine in sich geschlossene Gruppe, sondern nahm aktiv an allen wichtigen Anlässen der Stadt teil. Die deutschen Handwerker hatten oft italienische Mitarbeiter und auch Mischehen waren nicht selten. Bis in die In den 60-er Jahren fanden Gottesdienste in deutscher Sprache statt. ln der Via San Marco befand sich auch ein Deutsches Gymnasium.

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Leider wurde der Großteil der Erker an den Häusern der Altstadt im Zuge der faschistisch-nationalistischen Bewegung, die alle deutschen Merkmale der Stadt auslöschen wollte, entfernt. Über diese Geschichte senkte sich ein Vorhang des Schweigens. Doch auch heute noch zeugen viele Familien-namen eindeutig deutschen Ursprungs in Trient vom tausendjährigen Leben dieser Gemeinde.

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Villa Madruzzo, die Unterkunft der Kiwaner 2018

 

 

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Villa Madruzzo war die Residenz eines alten Adels-geschlechts, aus dem zahlreiche Fürstbischöfe Trients hervorgingen. Sie liegt in den Hügeln am Rand der Altstadt Trient. Während des Konzils von Trient war ihr Eigentümer Cristoforo Madruzzo, der in einer für das Christentum bedeutsamen Zeit Fürstbischof war.Nach dem Tode des Bischofs stand die Villa jahrelang leer. Doch Mitte des 19. Jh. wurde die Villa restauriert. Heute ist sie ein Hotel mit angenehmer Atmosphäre und elegantem Ambiente diesen geschichtsträchtigen Ort genießt.

 

Bayern gegen Österreich, Habsburg gegen Wittelsbach

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Über Jahrhunderte haben sich die Herzöge voWK8n Wittelsbach-Bayern mit denen Von Habsburg-Österreich um Tirol gestritten: Rudolf der 1. Habsburg (genannt auch der Fälscher) hat Margarethe von Tirol (fälschlich genannt die Maultasch) über den Tisch gezogen; dies obwohl, oder weil, sie verwandt waren. Nach dem mysteriösen Tod ihres Sohnes hat sie dem Habsburger nachgegeben. Vielleicht weil sie es den näheren Verwandten nicht gegönnt hat. Diese Intim-Feindschaft hat sich bis in die Napoleonischen Kriege fortgesetzt und mit der Besetzung Tirols durch Bayern – unter dem Schutz der Franzosen – gegipfelt


 

Kaiserin Maria Theresia (1740–1780) spielte für die heutige Landwirtschaft im Süden Tirols eine sehr große Rolle. Sie projektierte die Trockenlegung der Sümpfe. In hundertjähriger Arbeit wurde der Talboden entsumpft und entwickelte sich zur fruchtbaren Kulturlandschaft. Die Landwirtschaft ist heute von Obst- und Weinbau geprägt.

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Die eigentliche Reformpolitik mit der allgemeinen Steuerpflicht erfasste erstmals auch Adel und Klerus. Als Basis der Besteuerung wurde ein allgemeiner Kataster eingeführt, der auch für die Finanz- und Wirtschaftspolitik Bedeutung hatte.

 

Maria Theresia regelte den Schulbetrieb durch Einführung der generellen Unterrichtspflicht. Hinsichtlich der bäuerlichen Bevölkerung strebte Maria Theresia Erleichterungen an: der Missbrauch der Robotarbeit durch die Grundherren wurden eingeschränkt und die Leibeigenschaft abgeschfft.


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Gelesen 52 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 13 Juni 2018 15:49